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Scotty Hawker: Ein Jahrzehnt UTMB und die Reise jenseits der Trails

Scotty Hawker: A Decade of UTMB and the Journey Beyond the Trails

Seit über einem Jahrzehnt ist Scotty Hawker (@scotty_hawker) eine prägende Größe in der Welt des Trailrunnings – verkörpert Kampfgeist, Entschlossenheit und eine unerschütterliche Leidenschaft für die Berge. Aus Christchurch, Neuseeland stammend, hat sich Scotty als Profi-Trailläufer für Team Vibram einen Namen gemacht und nimmt an einigen der härtesten Ultra-Ausdauer-Events weltweit teil.

Begleite uns auf einem Ausflug in Scottys Welt und erfahre, was es braucht, um in einem der anspruchsvollsten Sports auf dem Planeten zu bestehen. Ob du ein aufstrebender Läufer bist oder einfach Geschichten von Beharrlichkeit dich fesseln – Scottys Reise wird dich mit Sicherheit inspirieren.

scotty hawker during utmb trail in Chamonix crossing the finish line
Interview mit Scotty Hawker in Chamonix, Aug. 2024


Warum hast du mit dem Trailrunning begonnen?

Ich begann mit dem Trailrunning, um dem Trubel des Alltags zu entfliehen. Aufgewachsen in Christchurch, Neuseeland, war der Zugang zu Trails und Bergen einfach. Mit der Zeit zog es mich immer mehr zu dem Gefühl von Freiheit und Erfüllung, das es mir gab. Es fühlte sich einfach richtig an – es wurde zu einem Raum, in dem ich ganz ich selbst sein konnte.


Welches Rennen läufst du dieses Jahr? Kannst du uns mehr über Distanz und Höhenmeter erzählen?

Dieses Jahr laufe ich den UTMB Hauptevent. Es sind 170 Kilometer mit etwa 10.000 Höhenmetern. Jedes Mal, wenn ich diese Zahlen nenne, frage ich mich, warum ich immer wieder zurückkomme! Das wird mein achter UTMB sein – 10 Jahre seit meinem ersten. Es ist erstaunlich, darüber nachzudenken, aber ich fühle mich genauso aufgeregt wie beim ersten Mal, als ich an der Startlinie stand.

Was gefällt dir am Trailrunning am meisten?

Was ich am meisten liebe, ist das Gefühl, dass Trailrunning genau das ist, wofür ich gemacht bin. Ich genieße die Einsamkeit, die es bietet, aber ich schätze auch die Kameradschaft und die Freundschaften, die es entstehen lässt. Ob ich fünf Stunden allein mit meinem Hund unterwegs bin oder mit einer Gruppe enger Freunde – jeder Lauf fühlt sich besonders an. Ich liebe auch die Einfachheit davon – Schuhe anziehen, einen Rucksack mit Ausrüstung schnappen und aus eigener Kraft in die Berge ziehen. Es ist ein Nervenkitzel, wilde Routen zu planen und zu sehen, was ich erreichen kann.

Was wird deiner Meinung nach deine größte Herausforderung beim diesjährigen UTMB sein?

Die größte Herausforderung ist nicht der Kurs selbst – es ist die mentale und körperliche Vorbereitung im Vorfeld. Distanz und Höhenmeter sind konstant, aber der eigentliche Test liegt darin, wie man mit Widrigkeiten während des Rennens umgeht. Zwischen Start und Ziel in Chamonix steht jeder vor Herausforderungen. Erfolg hängt davon ab, wie gut man diese Momente meistert und vorwärtsmacht. Wer sich am besten anpasst, wird am besten performen.

Wer war deine größte Unterstützung auf deiner Trailrunning-Reise?

Ohne Zweifel waren meine Eltern meine größten Unterstützer. Seit ich das Trailrunning 2013 oder 2014 ernsthaft begann, haben sie mich unerschütterlich ermutigt. Sie haben immer an mich geglaubt, auch wenn ungewiss war, wohin dieser Weg führen würde. Ihre Unterstützung gilt nicht nur für die guten Zeiten – sie sind auch in den schwierigen Momenten für mich da. Zu wissen, dass sie auf mich stolz sind, egal was passiert, motiviert mich, meinen Träumen zu folgen und nach großen Ergebnissen zu streben.